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News & Pressemitteilungen

Neuigkeiten aus Hettstedt

08.03.2018

Kommunale Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche in Hettstedt

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung“. Mit diesem Kennedy-Zitat auf ihrer kommunalen Website versichert die Stadt Hettstedt, dass  ihr das Wohlergehen ihrer noch nicht erwachsenen Einwohner besonders am Herzen liegt. Neben Bildung für die Jüngsten will sie sich in Zukunft besonders für das „Gesunde Aufwachsen“  der Kinder und Jugendlichen in Hettstedt engagieren. „Auch in Hettstedt ist der demografische Wandel spürbar. Von den nur noch knapp 15.000 Bewohnern unserer Stadt ist etwa jeder Zehnte jünger als 18 Jahre“, berichtet Bürgermeister Danny Kavalier. „Damit sie gesund aufwachsen können, beteiligen wir uns als Modellkommune gern an dem Vorhaben von Sachsen-Anhalts Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC, in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern kommunale Strategien für Prävention und Gesundheitsförderung der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt zu entwickeln.“

Für Donnerstag, 15. März, haben Bürgermeister und die bei der Landesvereinigung für Gesundheit angesiedelte KGC alle Akteure aus dem Kinder- und Jugendbereich in Hettstedt zu einem ersten „Café Kommun.ikation“ ins Humboldtschloss der Stadt eingeladen. Nach der World Café-Methode soll an diesem Nachmittag ein lebendiges Netzwerk kooperativen Dialogs kreiert werden. „Sozusagen beim Kaffeeklatsch wollen wir mit den Hettstedter Kinder- und Jugend-Akteuren ins Gespräch kommen und uns darüber austauschen, welche Gesundheitsressourcen die Stadt ihren Jüngsten zu bieten hat und wo es Potenziale gibt“, sagt LVG- und KGC-Projektmitarbeitern Sabrina Lippe. Ziel sei es, in angenehmer Café-Atmosphäre gemeinsam Ideen zu sammeln, wie Kinder und Jugendliche auf einem gesunden Lebensweg in Hettstedt noch besser als bisher begleitet werden können. In die Entwicklung, Erprobung und – wenn erfolgreich – strukturelle Verankerung kommunaler Gesundheits- und Präventionsstrategien für die Kids sollen KiTas, Schulen, Freizeiteinrichtungen und Bildungsträger vor Ort eingebunden werden.

Gesund aufwachsen, Gesund leben und arbeiten und natürlich auch Gesund im Alter sein – dafür engagiert sich Sachsen-Anhalts Koordinierungsstelle für gesundheitliche Chancengleichheit KGC im ganzen Land über die Arbeitsgruppe „Gesundheit in der Kommune“ des Landesforums Prävention. In allen Landkreisen ist die KGC beratend tätig, begleitet Akteure vor Ort, vernetzt diese und bietet Qualifizierungsmöglichkeiten an, um die sich mit dem Präventionsgesetz bietenden neuen Möglichkeiten bei der Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene gut nutzen zu können. Die Stadt Hettstedt ist darüber hinaus eine von drei Modellkommunen in Sachsen-Anhalt, in der die KGC besonders intensiv einen der Schwerpunkte des Programms  unterstützt. Während in dieser Stadt das Thema „Gesund aufwachsen“ im Fokus steht, geht es in der Lutherstadt Eisleben vor allem um „Gesund leben und arbeiten“ und in Sangerhausen um „Gesund im Alter“.

Hintergrund:

Das am 25.07.2015 in Kraft getretene Präventionsgesetz legt einen besonderen Schwerpunkt auf Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten (Settings). Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen zusammen noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen aktiv auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Ein Kernziel ist es, die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Gesundheit zu mildern. Die Aufgabe der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Sachsen-Anhalt ist es, kommunale Akteure bei der Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen und zu begleiten. Dabei sollen bereits vorhandene Strukturen und Initiativen mit dem Schwerpunkt der Qualitätsentwicklung vernetzt und so Möglichkeiten für regelmäßigen Erfahrungsaustausch geschaffen werden. Die KGC wird gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)  im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a Absatz 3 SGB V im Rahmen ihrer Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

Ansprechpartnerin:

Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt e.V. (LVG)
Frau Sabrina Lippe
Tel: 0391/8364 111
E-Mail: sabrina.lippe@lvg-lsa.de